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Erst die Ursache finden, dann reparieren

Ein Rechner, der abstürzt, hat selten nur eine mögliche Ursache. Bevor ich etwas austausche, finde ich heraus, woran es wirklich liegt, sonst zahlen Sie für ein Teil, das gar nicht defekt war.

Arbeit an der geöffneten Hauptplatine eines Servers, daneben ein Messgerät (mit KI bearbeitete Aufnahme)
Was dazugehört

Wie ich vorgehe

Diagnose heißt: messen und ausschließen, nicht raten. Je nach Symptom kommt davon zum Einsatz, was zur Sache passt.

  • Fehlerbilder und Absturzprotokolle des Systems auswerten
  • Arbeitsspeicher über mehrere Durchläufe auf Fehler prüfen
  • Festplatten und SSDs auslesen: Betriebsstunden, Fehlerzähler, Restlebensdauer
  • Temperaturen und Lüfter unter Last beobachten
  • Netzteil unter Belastung messen, eine oft übersehene Fehlerquelle
  • Grafikkarte und Mainboard einzeln gegenprüfen
  • Software von Hardware trennen: Test mit sauberem System vom Stick
  • Schriftlicher Befund mit Empfehlung, wenn Sie ihn brauchen

Warum das wichtig ist: „Der PC ist zu langsam" kann an einer sterbenden Festplatte liegen, an zu wenig Arbeitsspeicher, an Schadsoftware oder schlicht an verstaubten Lüftern. Vier Ursachen, vier völlig verschiedene Rechnungen. Eine halbe Stunde Diagnose ist fast immer günstiger als ein Teil, das niemand gebraucht hätte.

Typische Fälle

Symptome, hinter denen etwas anderes steckt

Er wird immer langsamer

Häufig eine Festplatte, die kurz vor dem Ausfall steht und Lesevorgänge zigfach wiederholt. Das sieht man ihr nicht an, den Fehlerzählern schon.

Er stürzt einfach ab

Zufällige Abstürze ohne Muster deuten oft auf Arbeitsspeicher oder Netzteil. Beides lässt sich messen, statt es der Reihe nach zu ersetzen.

Er geht gar nicht mehr an

Zwischen „Netzteil defekt" und „Mainboard tot" liegt ein großer Preisunterschied. Diese Frage kläre ich vor jeder Bestellung.

Werkstatt in Nürnberg mit Serverschrank, Werkbank und Messtechnik (mit KI bearbeitete Aufnahme)
Prüfplatz mit Messtechnik, Ersatzteilen und Testsystemen
So läuft es ab

Der Weg zum Befund

Sie schildern das Symptom

Wann tritt es auf, seit wann, was ging vorher? Diese drei Antworten grenzen die Ursache oft schon deutlich ein.

Ich messe und schließe aus

Die Prüfungen laufen der Reihe nach, von der wahrscheinlichsten Ursache zur unwahrscheinlichsten.

Sie entscheiden

Sie bekommen den Befund und einen Kostenvoranschlag für die Reparatur. Lohnt sie sich nicht, sage ich Ihnen das ebenso deutlich.

Häufige Fragen

Was mich zur Diagnose oft gefragt wird

Warum erst eine Diagnose und nicht gleich das Teil tauschen?

Ein Rechner, der abstürzt, hat selten nur eine mögliche Ursache. Wer gleich tauscht, zahlt oft für ein Teil, das gar nicht defekt war — und hat den Fehler danach immer noch. Diagnose heißt messen und ausschließen, nicht raten.

Was kostet die Fehlersuche, wenn sich nichts machen lässt?

Die aufgewendete Zeit für die Diagnose, mehr nicht. Sie zahlen keine Reparatur, die es nicht gab. Nach der Diagnose sage ich Ihnen, was zu tun wäre und was es kostet, und erst danach entscheiden Sie.

Wie lange dauert eine Diagnose?

Das hängt am Fehlerbild. Manches ist in einer halben Stunde eingegrenzt, ein sporadischer Absturz braucht mehrere Durchläufe unter Last — gerade Arbeitsspeicher und Netzteil zeigen ihre Schwächen nicht auf Zuruf.

Mein Rechner stürzt nur manchmal ab, findet man so etwas überhaupt?

Meistens ja, es dauert nur länger. Gerade die sporadischen Fälle sind der Grund, warum gemessen statt geraten wird: Arbeitsspeicher über mehrere Durchläufe, Temperaturen unter Last, das Netzteil unter Belastung. Das ist die am häufigsten übersehene Fehlerquelle.

Klingt das nach Ihrem Fall?

Beschreiben Sie mir das Verhalten am Telefon. Bei vielen Symptomen kann ich Ihnen schon dort sagen, in welche Richtung es geht.